02-11-2024 – Obst und Gemüse
02-11-2024 – Obst und Gemüse

02-11-2024 – Obst und Gemüse

Sicher hat es jeder schon einmal im Supermarkt gekauft, bewusst oder unbewusst. Obst und Gemüse aus Spanien. Vornehmlich dann, wenn bestimmte Sorten wie z.B. Tomaten oder Paprika gerade keine Saison haben oder Sorten, die in unseren heimischen Breiten (in unserem Fall in Deutschland und Österreich) nicht wachsen. Bisher habe ich mir allerdings nur selten Gedanken gemacht wie und wo das alles so wächst.

Heute nun haben wir beschlossen, unseren Bootsarbeitsauftrag einmal zu Gunsten eines Fahrradausfluges zu unterbrechen und haben die Umgebung von Almerimar erkundet. Dabei sind uns relativ schnell die vielen Gewächshäuser (meist eine Art Zelt mit Mashgewebe an den Seiten und Kunststoffplane oben drüber) aufgefallen. Sie ziehen sich soweit das Auge reicht von der Küste bis zum Fuß der Sierra Nevada und „schön“ ist auch anders. Aber solange ganzjährig Bedarf an Obst und Gemüse besteht, dass eigentlich nur in den Sommermonaten wächst, findet die Produktion natürlich eine Berechtigung, die Nachfrage regelt das Angebot. Sicherlich wird aber auch nicht der gesamte Ertrag exportiert. Trotzdem machen diese Anlagen landschaftlich leider nicht viel her. Ansonsten gab es auf dieser Strecke bis auf ein Castillo nichts nennenswertes mehr zu sehen, aber es war eine willkommene Abwechslung.

Unser Tag hatte heute ja nicht erst mit der Fahrradtour begonnen. Wir sind, nach einer relativ kurzen Nacht (wir sind gestern beim Seglerstammtisch versumpft), bereits um 7:00 aufgestanden um die Windstille zu nutzen und die Genua abzuschlagen. Das Segel ging super runter und ließ sich auch prima auf dem Schiff zusammenlegen. Den Packen Segel dann allerdings ins Schiff und in die Bugkabine zu befördern war schon eine ganz andere Hausnummer. Was war das Teil schwer und sperrig. Dauernd ist es irgendwo hängengeblieben und wir wollten ja auch nichts kaputtreißen. Letztendlich haben wir es dann doch mit vereinten Kräften in die Kabine bekommen und zur Belohnung gab es Espresso und Frühstück mit frisch gebackenem Olivenbrot in der Sonne. Habe ich schon erwähnt, dass es die beste Idee ever war, unsere heißgeliebte italienische Siebträger Maschine mit an Bord zu nehmen. Anfangs war ich ja nicht begeistert. Das Teil ist verhältnismäßig groß, berücksichtigt man die verfügbare Arbeits-und Stellfläche in unserer Küche und sie hat auch durchaus Gewicht. Inzwischen bin ich sooooooo froh, dass Franz sich hier durchgesetzt hat. Wir haben einen Platz gefunden und die Maschine mit dem Schiff festverschraubt. Da rührt sich auch bei Seegang nix.

Wieder zurück in der Marina sind wir im Ankara eingekehrt und was erst wie eine spanische Tapasbar aussah entpuppte sich dann als englisches Bistro. So kam Franz zu einem original English Breakfast :-)). Mich kannst Du damit jagen…Das Tunasandwich war auch super. Ab und zu liebe ich dieses etwas labbrige Weißbrot ;-). Auf unserem Weg zurück haben wir noch eine sehr interessante Entdeckung gemacht. Vor der Einfahrt zur Marina lag eine große Ketsch vor Anker. Im Lokal haben wir Informationen zu diesem Schiff gesucht und eine ungewöhnliche Geschichte gefunden. Elida oder „Sailing for Jesus“ ist eine 131 Fuß Segel Yacht und ist als „Boot für alle Kirchen“ unterwegs. Sie segelt unter Schwedischer Flagge und ist in den Wintermonaten in Südeuropa unterwegs mit Gästen an Bord. Im Sommer sind sie hauptsächlich mit jungen Leuten an der Schwedischen Küste unterwegs.

Den Rest des Nachmittags ließen wir am Boot mit einigen kleinen Arbeiten dann ausklingen. Man wird einfach nie fertig.

Surely everyone has bought it at the supermarket, consciously or unconsciously. Fruit and vegetables from Spain. Especially when certain varieties, such as tomatoes or peppers, are out of season or varieties that do not grow in our local latitudes (in our case in Germany and Austria). So far, however, I have rarely thought about how and where it all grows.

Today we decided to interrupt our boat work order in favor of a bike ride and explored the area around Almerimar. We quickly noticed the many greenhouses (usually a kind of tent with mesh on the sides and plastic tarp over it). They stretch as far as the eye can see from the coast to the foot of the Sierra Nevada, and “beautiful” is also different. But as long as there is a year-round demand for fruit and vegetables that actually only grow in the summer months, production is of course justified; demand regulates supply. Certainly not all of the yield is exported, but these facilities unfortunately do not do much for the landscape. Otherwise, there was nothing worth seeing on this route except for a castle, but it was a welcome change.

Our day didn’t just start with the bike tour. After a relatively short night (we got stuck at the regulars‘ table for sailors yesterday), we got up at 7:00 a.m. to take advantage of the calm and take down the genoa. The sail came down great and was easy to fold on the ship. But then getting the sail into the ship and into the bow cabin was a completely different story. The thing was heavy and bulky. It kept getting stuck somewhere and we didn’t want to break anything. In the end, we managed to get it into the cabin with combined forces and as a reward we had espresso and breakfast with freshly baked olive bread in the sun. Did I mention that taking our beloved Italian portafilter machine on board was the best idea ever? At first I wasn’t thrilled. The thing is relatively large considering the available work and storage space in our kitchen, and it’s quite heavy too. But now I’m sooooo happy that Franz insisted. We found a place and bolted the machine to the ship. It won’t budge even in heavy seas.

Back in the marina, we stopped at Ankara and what at first looked like a Spanish tapas bar turned out to be an English bistro. So Franz got an original English breakfast :-)). You can chase me with it… The tuna sandwich was also great. Every now and then I love this slightly soggy white bread ;-). On our way back, we made another very interesting discovery. In front of the entrance to the marina, a large ketch was at anchor. In the restaurant, we looked for information about this ship and found an unusual story. Elida or “Sailing for Jesus” is a 131-foot sailing yacht and is a “boat for all churches” on the way. She sails under the Swedish flag and is in southern Europe during the winter months with guests on board. In the summer, they are mainly with young people on the Swedish coast on the way.

The rest of the afternoon, we let the boat with some small work then end. You just never get done.