Nachdem wir uns ein paar schöne Tage in Estepona gemacht hatten und Franz einige Einstellungen an der Welle verändert hat, wollten wir natürlich wissen ob sich in punkto Geräusch etwas geändert hat und machten uns wieder auf den Weg Richtung Strasse von Gibraltar. Noch in der Ausfahrt der Marina war allerdings das Geräusch auch wieder da. :-((. Sichtlich genervt haben wir also die nächste Marina in Duquesa angelaufen, die uns bezüglich Kran und Mechaniker empfohlen wurde. Vor Silvester passierte hier nun natürlich nicht mehr viel. Wir bezogen unsere Box zwischen 2 riesigen Motorbooten (hier wirkten wir geradezu klein und zierlich) und machten uns mit der Marina und umliegender Infrastruktur vertraut. Porto de la Duquesa ist sehr englisch mit etwas arabischem Einschlag und mit Unmengen von Touristen Appartements. Leider sind diese nicht besonders schön in die Landschaft integriert, ebenso hat Duquesa keinen wirklichen alten Stadtkern. Es ist ähnlich wie Almerimar um den Hafen herum entstanden.
Wir hatten bereits am Ankunftstag mit Rob, dem Mechaniker, Kontakt aufgenommen und einen Krantermin für den 02.01.2025 vereinbart. Silvester haben wir ganz ruhig und gemütlich auf dem Schiff verbracht. Sehr viel Feuerwerk gab es nicht in Duquesa, trotzdem haben wir die eine oder andere Rakete genießen können. Der Neujahrstag bot sich mit strahlendem Sonnenschein für einen ausgiebigen Spaziergang an, das Boot wurde zum Kranen vorbereitet und ein Ausweichquartier gesucht. Hier in Duquesa ist das Leben auf dem Boot am Trockendock nicht erlaubt.
Pünktlich um 9:30 am Dienstag ging es dann für Amber mal wieder an die Luft. Die Jungs haben einen guten Job gemacht, auch wenn die Gurte erst nicht so wollten wie sie sollten und wir das Achter Stag abmontieren mussten. Rob schickte uns auf einen Kaffee und versprach sich zu melden, sobald es was neues gibt und bald darauf erhielten wir die Rückmeldung „Problem erkannt, Problem gebannt“. Wir konnten es ja nicht wirklich glauben und machten uns auf den Weg in die Werft. Rob hatte unsere Wellenanode und den Robecutter abmontiert. Beides war wohl locker und seiner Meinung nach, außerdem die Anode etwas zu groß, was dazu führte das sich das ganze gelockert hat. Die Anode wurde gekürzt, alles wieder montiert und wir zurück ins Wasser gehoben. Um auf Nummer sicher zu gehen, machten wir eine kurze Probefahrt mit Rob und siehe da, das Geräusch kehrte zurück. Nun begann die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Rob und Franz arbeiteten in unserer Kabine unter dem Bett und im Motorraum und versuchten verschiedene Einstellungen, nicht ohne vorher die gesamte Geschichte des Schiffbaus zu rekapitulieren. Sogar der Voreigner, unser Freund Peter, wurde kontaktiert und befragt. Es half alles nichts, ausser Probefahren und Hafenmanöver (super An-und Ablegeübungen), das Geräusch war immer noch da. Damit war die einzige verbliebene Möglichkeit der Sache weiter auf den Grund zu gehen, der komplette Ausbau der Welle. Wir schwankten zwischen Erleichterung (weil es noch Optionen gibt das Problem zu lösen) und Frust (da wir uns auf eine grössere Baustelle einstellen dürfen). Bei der Lebensphilosophie die wir für uns gewählt haben, bleibt uns nur, diese ungeliebten Unterbrechungen unserer Reise als Teil derselbigen zu verstehen und zu akzeptieren. Daran arbeiten wir noch. Aber es gelingt uns immer besser dem ganzen auch etwas Gutes abzugewinnen. Es ist einfach „Part of the Game“.
Durch das anstehende Wochenende und den darauffolgenden Feiertag am 06.01.2025 wurde der Krantermin auf den 07.01.2025 Mittags festgesetzt. Die Tage bis zur geplanten Reparatur verbrachten wir mit Ausflügen und gemütlicher Zeit in unserem sehr schönen Appartement. Unter anderem haben wir eine Fahrradtour nach San Martin del Tesorillo gemacht die, obwohl landschaftlich sehr schön, eher eine Off Road Piste für Mountain Bikes war und für unsere Bromptons doch etwas zu anspruchsvoll. Das Ziel haben wir daher dann auch nicht ganz erreicht, sondern entschieden einen anderen Rückweg an der Küste entlang zu suchen. Alles in allem war es aber ein sehr schöner lohnenswerter Ausflug.
Heute Vormittag holten wir nun unsere Sachen für die nächsten Tage aus dem Boot und bereiteten alles zum Kranen vor. Aktuell rechnen wir mit einer weiteren Woche ab jetzt bis die Reparatur abgeschlossen und das Boot zurück im Wasser ist. Danach werden wir uns nach ausgiebigen Probefahrten um eine neues Wetter Fenster kümmern, für unseren weiteren Weg.
After we had spent a few nice days in Estepona and Franz had changed a few settings on the wave, we naturally wanted to know whether anything had changed in terms of noise and set off again towards the Strait of Gibraltar. However, as soon as we left the marina, the noise was there again. :-((. Visibly annoyed, we headed for the next marina in Duquesa, which was recommended to us in terms of a crane and mechanic. Of course, not much happened here before New Year’s Eve. We moved into our box between 2 huge motorboats (we looked downright small and dainty here) and familiarized ourselves with the marina and the surrounding infrastructure. Porto de la Duquesa is very English with a slightly Arabic feel and lots of tourist apartments. Unfortunately, these are not particularly well integrated into the landscape, and Duquesa doesn’t really have an old town center. Like Almerimar, it has grown up around the harbor.
We had already contacted Rob, the mechanic, on the day of arrival and arranged a crane appointment for 02.01.2025. We spent New Year’s Eve quietly and comfortably on the boat. There weren’t many fireworks in Duquesa, but we were still able to enjoy the odd rocket or two. New Year’s Day was perfect for a long walk in the bright sunshine, the boat was prepared for the crane and we looked for alternative accommodation. Here in Duquesa, living on the boat at the dry dock is not allowed.
Right on time at 9:30 a.m. on Tuesday, Amber took to the air again. The guys did a good job, even if the straps didn’t want to work as they should at first and we had to dismantle the aft stay. Rob sent us for a coffee and promised to get back to us as soon as there was anything new and soon afterwards we received the feedback “Problem identified, problem solved”. We couldn’t really believe it and made our way to the boatyard. Rob had dismantled our shaft anode and the Robecutter. Both were probably loose and, in his opinion, the anode was also a little too big, which caused the whole thing to loosen. The anode was shortened, everything was reassembled and we were lifted back into the water. To be on the safe side, we did a short test drive with Rob and lo and behold, the noise returned. Now began the proverbial search for the needle in the haystack. Rob and Franz worked in our cabin under the bed and in the engine compartment and tried various settings, not without first recapitulating the entire history of shipbuilding. Even the previous owner, our friend Peter, was contacted and questioned. It didn’t help, apart from test drives and harbor maneuvers (great mooring and casting off exercises), the noise was still there. This meant that the only remaining option to get to the bottom of the problem was to completely remove the shaft. We vacillated between relief (because there were still options to solve the problem) and frustration (because we had to prepare for a larger construction site). With the philosophy of life we have chosen for ourselves, the only thing we can do is to understand and accept these unloved interruptions to our journey as part of it. We are still working on this. But we are getting better and better at finding something good in all of this. It’s simply “part of the game”.
Due to the upcoming weekend and the following public holiday on 06.01.2025, the crane date was set for 07.01.2025 at noon. We spent the days until the planned repair with excursions and relaxing time in our very nice apartment. Among other things, we went on a bike tour to San Martin del Tesorillo which, although very scenic, was more of an off-road track for mountain bikes and a little too demanding for our Bromptons. We therefore didn’t quite reach our destination, but decided to look for another way back along the coast. All in all, however, it was a very nice and worthwhile trip.
This morning we got our things out of the boat for the next few days and prepared everything for the crane. We are currently expecting another week from now until the repairs are completed and the boat is back in the water. Then, after extensive test drives, we will look for a new weather window for the rest of our journey.











































