12-01-2024 – Geduld ist eine Tugend…
12-01-2024 – Geduld ist eine Tugend…

12-01-2024 – Geduld ist eine Tugend…

die wir nicht wirklich gut beherrschen, obwohl wir uns sehr bemühen. Und es ist ja auch schon besser geworden, aber allmählich wird uns die Zeit hier schon wieder lang. Sehnsüchtig blicken wir jedem Segelboot draussen auf dem Wasser nach und spekulieren wohin sie wohl unterwegs sind. Manchmal finden wir sie auch über Vessel Finder, dann wissen wir wie das Boot heißt und vielleicht gibt es sogar einen Blog oder You Tube Kanal. Das ist natürlich kein tagesfüllendes Programm. So gesellen sich Spaziergänge, Ausflüge und Radtouren dazu (wenn ich nicht gerade einen Platten habe, 2x bisher), manchmal nur bis zur nächsten Tapas Bar um die Ecke, wo wir den Nachmittag in der Sonne genießen, manchmal auch etwas weiter, mit teilweise abenteuerlicher Routenführung ;-). Dazwischen besuchen wir Amber in der Werft und verschaffen uns einen Überblick über den Stand der Reparatur Arbeiten. Welle und Ruder sind abgebaut und voraussichtlich kommt die neue Welle am Montag. Dann muss sie noch gekürzt und entsprechend passend gemacht werden, bevor alles wieder eingebaut wird. Wir können es kaum erwarten wieder ins Wasser zu kommen, für eine Probefahrt hoffentlich ohne Geräusch.

Morgen müssen wir allerdings erstmal unser Appartement wechseln. Leider ist unsere jetzige Unterkunft nur bis 12.01.2024 verfügbar. Ab morgen haben wir eine neue Bleibe, 2 Fußminuten um die Ecke. Touristenappartements gibt es hier mehr als genug. Bei strahlendem Sonnenschein (so wie eigentlich jeden Tag ;-)) waren wir noch einmal in Manilva. Das Städtchen ist doch größer als wir angenommen hatten. Wir haben diesmal eine andere Route für den Hinweg gewählt, um dann unterwegs festzustellen, dass wir Teile dieser Strecke auf der letzten Radtour in die andere Richtung schon gefahren sind/geschoben haben (steil und ausgewaschen). Irgendwie führen hier alle Wege früher oder später ans Wasser.

Manilva liegt nahe der Costa del Sol am Alboran Meer, dem westlichsten Teil des Mittelmeers. Die Bevölkerung war traditionell von Landwirtschaft und Fischfang abhängig. Angebaut wird neben Getreide auch Wein, Oliven und Gemüsepflanzen. Seit 1932 darf in Manilva der sog. Malagawein angebaut werden. Mit der Vermietung von Ferienwohnungen wurde in den 1960ern begonnen. Aufgrund archäologischer Funde geht man von einer Besiedlung durch die Phönizier während der Bronzezeit aus. Bereits zur Zeit des römischen Reiches kurierte Julius Cäsar eine Hautkrankheit in den schwefelhaltigen Quellen Hedionda, die heute noch existieren und wo noch immer in den römischen Bädern gebadet werden kann. Wir haben diese auch schon besichtigt, aber nur die Füße hineingehalten. Im Ortsteil La Duquesa, wo wir uns aktuell aufhalten und auch die Marina liegt, kann man Reste eines römischen Fischerdorfes besichtigen. 711 n. Chr. erlebte Manilva eine Invasion durch die Mauren, davon zeugt noch heute ein Wachturm an der Küste. 1492 siegten die Katholischen Könige über Granada und damit wurde auch die Herrschaft der Mauren in Manilva beendet. Die ungeschützte Küste wurde daraufhin vermehrt von Piraten überfallen, bis 1528, auf Grund einer Petition der Bürger von Malaga, Ronda und Gibraltar an den Herzog von Arcos, die Stadt gegründet wurde. Erst 1796 erhielt Manilva das Stadtrecht als eigenständige Gemeinde, mit der Ablösung von der Grafschaft Casares. Manilva war einer der wenigen Orte, die während des spanischen Unabhängigkeitskrieges nicht von den Franzosen besetzt wurde.

Nach unserer Wanderung und ausgiebiger Besichtigung ließen wir uns in einer Tapas Bar nieder. Der Preisunterschied zu den Bars entlang der Strandpromenade ist wirklich erwähnenswert, haben wir doch heute für 4 große Getränke, 2 Kaffee, 5 Tapas und 2 Desserts 36€ bezahlt. Das schafft man am Wasser in dieser Qualität nicht. Ein rundum gelungener Tag, den wir in unserem Kalender durchstreichen können. Morgen schauen wir wieder zum Schiff und vielleicht dürfen wir auch ein wenig bei der Arbeit „spionieren“. Spannend ist es ja schon.

Patience is a virtue

which we’re not really good at, even though we’re trying very hard. And it’s getting better, but time is slowly running out here too. We look longingly at every sailing boat on the water and speculate about where they are going. Sometimes we find them via Vessel Finder, then we know the name of the boat and maybe there’s even a blog or a YouTube channel. Of course, this is not a program that fills a whole day. So we add walks, excursions and bike rides (when I don’t have a flat tire, twice so far), sometimes just to the next tapas bar around the corner, where we enjoy the afternoon in the sun, sometimes a little further, with sometimes adventurous routes ;-). In between, we visit Amber in the boatyard and get an overview of the status of the repair work. The shaft and rudder have been dismantled and the new shaft is expected on Monday. It then has to be shortened and adjusted before everything is reinstalled. We can hardly wait to get back in the water, hopefully for a silent test drive.

Tomorrow, however, we first have to change our apartment. Unfortunately, our current accommodation is only available until 12.01.2024. From tomorrow we have a new place to stay, just a 2-minute walk around the corner. There are more than enough tourist apartments here. We drove back to Manilva in bright sunshine (like every day ;-)). The town is bigger than we had expected. This time we chose a different route for the outward journey, only to realize on the way that we had already cycled/pushed parts of this route in the other direction (steep and washed out) on the last bike tour. Somehow all roads here lead to the water sooner or later.

Manilva is located near the Costa del Sol on the Alboran Sea, the westernmost part of the Mediterranean. The population was traditionally dependent on agriculture and fishing. In addition to cereals, wine, olives and vegetables are also grown. Málaga wine has been grown in Manilva since 1932. The rental of vacation apartments began in the 1960s. Based on archaeological findings, it is assumed that the Phoenicians settled here as early as the Bronze Age. During the Roman Empire, Julius Caesar cured a skin disease in the sulphurous Hedionda springs, which still exist today and where you can bathe in the Roman baths. We also visited them, but only dipped our feet in. In the district of La Duquesa, where we are currently staying and where the marina is located, you can see the remains of a Roman fishing village. In 711 AD, Manilva was conquered by the Moors, as evidenced by a watchtower on the coast. In 1492, the Catholic Monarchs conquered Granada and thus ended the rule of the Moors in Manilva. The unprotected coast was then increasingly attacked by pirates until the town was founded in 1528 at the request of the citizens of Málaga, Ronda and Gibraltar to the Duke of Arcos. It was not until 1796 that Manilva was granted town charter as an independent municipality when it was detached from the county of Casares. Manilva was one of the few places that was not occupied by the French during the Spanish War of Independence.

After our hike and extensive sightseeing, we settled down in a tapas bar. The price difference to the bars on the beach promenade is really worth mentioning, as we paid €36 today for 4 large drinks, 2 coffees, 5 tapas and 2 desserts. You don’t get that much quality on the water. An all-round successful day that we can tick off our calendar. Tomorrow we’ll take another look at the ship and maybe we’ll be allowed to “spy” a little at work. It’s already exciting.

Translated with DeepL.com (free version)