27-09-2024 – In eigener Sache
27-09-2024 – In eigener Sache

27-09-2024 – In eigener Sache

Bevor ich heute meinen üblichen Bericht über Marinas, Sehenswürdigkeiten und Ankerplätze beginne, möchte ich gerne noch ein paar Worte in eigener Sache anbringen.

Wir haben uns unglaublich auf dieses Abenteuer gefreut und ich denke auch nicht dass wir naiv an die Sache heran gegangen sind, trotzdem war ich nicht darauf vorbereitet wie anstrengend das alles ist. Handgriffe die Zuhause praktisch von selbst gehen bedeuten auf einem Boot deutlich mehr Aufwand und Kraft. Alles bewegt sich, man hat grundsätzlich nur eine Hand frei um irgendetwas zu tun, die andere benötigt man zum Festhalten. Am besten ist sitzen. Somit geht die Motivation sich zu bewegen gleich mal gegen null zumindest bei mir, Franz hat sich nicht so schwer getan). Kurzum es ist nicht alles Sonne Sommer Sunset, es gab auch schon genug Tränen, Frust und Verzweiflung. Trotz allem überwiegt aber nach wie vor der Wille zum Weitermachen und die Abenteuerlust.

Nun sind wir vorgestern von Santa Maria di Leuca aufgebrochen und haben uns auf den Weg gemacht Richtung Strasse von Messina. Es war eine recht unspektakuläre Fahrt, die wir zum Segeltrocknen genutzt haben, da leider immer noch Südwind weht, mit teilweise bis zu 20knt. Später am Tag konnten wir dann zumindest die Genua dazu nehmen als Unterstützung, macht doch gleich 1knt mehr Speed. In der Nacht während Franz Wache ging dann plötzlich die Winsch auf der die Genua Schot belegt war durch. Ich bin von den den Geräuschen aufgewacht, da war die Genua aber bereits geborgen. Der Rest der Nacht verlief ruhig. Am nächsten Tag reparierten wir die Winsch (es war kein grosses Ding, ein Zahnrad war falsch herum eingesetzt), nur haben wir die Genua seither nicht mehr setzen können, da der Wind weiterhin kontinuierlich von vorne kommt.Am Späten Nachmittag stand dann die Entscheidung anbot wir vor der Kalabrischen Küste vor Anker gehen wollen um dann am nächsten Tag nach Sizilien rüber zu fahren oder, weil uns der Ankerplatz nicht wirklich ideal schien, wir gleich durchfahren. Nun muss man aber bei der Durchfahrt der Strasse von Messina auch eine Nord und Südströmung beachten die bis zu 4knt stark sein kann. Das möchte man nicht gegen sich haben. Also gibt es schlaue Apps die einem sagen wann man dort am besten durchfahren kann. Unser Zeitfenster ist am nächsten Tag um 11:00.

Nach einigem Hin und Her haben wir uns dann doch entschieden den Anker vor der Küste zu werfen und wie gewohnt hat er sofort gut gehalten. Wir haben ein halbwegs ruhige Nacht hier verbracht mit einem kurzen Bad im Meer und einem schönen Sonnenuntergang. Heute morgen sind wir dann zeitig raus und um 8:30 war der Anker auf und wir sind auf dem Weg zur Strasse von Messina. Wie gewohnt bei schönstem Wetter und Gegenwind. Der weitere Plan ist heute in die Marina Poseidon auf Sizilien zu gehen und mal klar Schiff zu machen. Das ganze Vorschiff ist mittlerweile voller Salz, das Boot innen benötigt auch mal wieder eine Hand und Wäschewaschen und Vorräte auffüllen steht auch auf dem Plan.

Before I start my usual report on marinas, sights and anchorages, I would like to say a few words on my own behalf.

We were really looking forward to this adventure and I don’t think we approached it naively, but I wasn’t prepared for how strenuous it would be. Maneuvers that practically go by themselves at home require much more effort and strength on a boat. Everything moves, you basically only have one hand free to do anything, you need the other to hold on. Sitting is best. This means that the motivation to move is almost zero, at least for me, Franz didn’t have such a hard time). In short, it’s not all sunshine and sunset, there have been plenty of tears, frustration and despair. Despite everything, the will to carry on and the thirst for adventure still prevail.

We set off from Santa Maria di Leuca the day before yesterday and made our way towards the Strait of Messina. It was a rather unspectacular trip, which we used to dry our sails, as unfortunately the wind was still blowing from the south, sometimes up to 20 knts. Later in the day we were at least able to use the genoa as support, which gave us 1knt more speed. In the night during Franz’s watch, the winch on which the genoa sheet was attached suddenly broke. I woke up to the noise, but by then the genoa had already been recovered. The rest of the night was quiet. The next day we repaired the winch (it wasn’t a big deal, a cogwheel was inserted the wrong way round), but we haven’t been able to set the genoa since, as the wind is still coming from the front, and in the late afternoon we had to decide whether we wanted to anchor off the Calabrian coast and then sail over to Sicily the next day or, because the anchorage didn’t really seem ideal to us, we would sail straight through. However, when passing through the Strait of Messina, you have to be aware of a north and south current that can be up to 4 knots strong. You don’t want to have that against you. So there are clever apps that tell you the best time to pass through. Our time slot is the next day at 11:00.

After some back and forth, we decided to drop anchor off the coast and, as usual, it held well straight away. We spent a reasonably quiet night here with a quick dip in the sea and a beautiful sunset. This morning we went out early and by 8:30 the anchor was up and we were on our way to the Strait of Messina. As usual, the weather was fine and there was a headwind. The plan for today is to go to Marina Poseidon in Sicily and clear the ship. The whole foredeck is now full of salt, the inside of the boat needs a hand again and washing and restocking is also on the agenda.