29-09-2024 – Marina Nettuno in Milazzo
29-09-2024 – Marina Nettuno in Milazzo

29-09-2024 – Marina Nettuno in Milazzo

Wir sind auf Sizilien angekommen. Die Durchfahrt durch die Strasse von Messina war relativ unspektakulär, Eine Menge Verkehr und den versprochenen Strom Ri Norden konnten wir leider auch nicht finden. Ursprünglich wollten wir ja in die Marina Poseidon, leider war diese bei Ankunft überraschenderweise voll. Hatten wir bisher auch noch nicht, so sind wir weitergefahren in die Marina Nettuno in Milazzo. Der Preis der Marina (150€/Nacht) war geradezu unverschämt hoch wenn man die Ausstattung berücksichtigt, aber die Alternative wäre gewesen weiter zu fahren, eine zweite Nacht durch 100sm direkt nach Palermo. Also sind wir geblieben. Milazzo war soweit ganz nett, allerdings hatten wir hier keine Zeit für Sightseeing sondern mussten Dinge wie die Reparatur der Dieselpumpe, Wäsche waschen und Einkaufen erledigen bevor es wieder weiter ging.

Und mit unserem Aufbruch am nächsten Tag kam dann auch der lang ersehnte Segelwind. Endlich konnten wir für ein paar Stunden Segeln. Was für eine Wohltat, kein Motorengeräusch mehr, nur noch Wind, Sonne und Meer. Gegen Abend sollte der Wind eigentlich einschlafen, allerdings hat ihm das niemand gesagt, trotzdem haben wir die Segel geborgen und sind mit Motor in die Nacht gegangen. Kurz vor Beginn meiner Wache ging dann mit einem Mal der Motor aus, von allein. Ein leerer Tagestank war diesmal nicht der Grund (wir lernen ja dazu ;-)), allerdings spricht ein Motor der selbstständig den Dienst quittiert grundsätzlich für Probleme mit der Kraftstoff Zufuhr. Während also Franz mal wieder im Motorraum saß und sich mit Dieselpumpen, Filtern etc. herumschlug, saß ich im Deckshaus und passte auf. Immerhin trieben wir ohne Antrieb in Küstennähe. Wir hatten zwar die Genua etwas herausgenommen um manövrierfähig zu bleiben, aber mit 2knt Speed manövriert man unseren Stahlkoloss eher nicht. Da sich das Problem auf die schnelle nicht lösen ließ, umging Franz den Filter und der Motor lief wieder, Gott sei Dank. Franz ging schlafen und der Rest der Nacht blieb ruhig. Am nächsten Morgen waren wir schon relativ nah dran an Palermo und konnten uns daher Zeit lassen in die Marina zu fahren. Unser Platz war bereits online reserviert. Bei der Einfahrt in den Hafen wurden wir von einem riesigen TUI Kreuzfahrtschiff verfolgt. Die Ausmaße sind wirklich beindruckend bis beängstigend. In unserer Marina Sitimare angekommen, bekamen wir einen schönen Platz und sehr freundliche Hilfe beim Anlegen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit aufräumen und ausrasten. Erst am frühen Abend, nachdem es etwas abgekühlt hat sind wir dann das erste Mal in die Stadt gegangen. Palermo hat mich auf Anhieb fasziniert. Für den nächsten Tag haben wir uns dann eine 3 stündige Stadtführung gebucht und es war großartig. Unsere Führerin war wie ein wandelndes Geschichtsbuch und gab so manche Legende und Anekdote zum besten, zu den verschiedenen Plätzen und Kirchen. Palermo hat eine faszinierende Geschichte und wir können nur jedem einen Besuch empfehlen.

Wir haben sogar, ganz gegen unsere Gewohnheit, unseren Aufenthalt hier um eine weitere Nacht verlängert um morgen noch einmal den Markt zu besuchen zum Einkaufen, auf dem wir heute während unserer Führung waren. Nebenbei müssen wir auch noch einen neuen Dieselfilter einbauen, den wir morgen bekommen, damit dann die Motorprobleme hoffentlich Geschichte sind.

We have arrived in Sicily. The passage through the Strait of Messina was relatively unspectacular, a lot of traffic and unfortunately we couldn’t find the promised current heading north either. Originally we wanted to go to Marina Poseidon, but unfortunately it was surprisingly full when we arrived. We hadn’t been there before, so we drove on to Marina Nettuno in Milazzo. The price of the marina (150€/night) was almost outrageously high considering the facilities, but the alternative would have been to continue on, a second night through 100nm directly to Palermo. So we stayed. Milazzo was quite nice so far, but we didn’t have time for sightseeing here – we had to do things like repair the diesel pump, do laundry and go shopping before continuing on.

And with our departure the next day came the long-awaited sailing wind. We were finally able to sail for a few hours. What a relief, no more engine noise, just wind, sun and sea. Towards evening, the wind was supposed to die down, but nobody told it to, so we hoisted the sails anyway and headed off into the night under engine power. Shortly before the start of my watch, the engine suddenly stopped on its own. An empty day tank wasn’t the reason this time (we’re learning ;-)), but an engine that stops working on its own always indicates problems with the fuel supply. So while Franz once again sat in the engine room and struggled with diesel pumps, filters etc., I sat in the deckhouse and kept an eye on things. After all, we were drifting close to the coast without propulsion. We had taken out the genoa a little to keep it maneuverable, but you can’t maneuver our steel colossus at 2 knots of speed. As the problem couldn’t be solved quickly, Franz bypassed the filter and the engine ran again, thank goodness. Franz went to sleep and the rest of the night remained quiet. The next morning we were already relatively close to Palermo and could therefore take our time driving to the marina. Our berth had already been reserved online. As we entered the harbor, we were followed by a huge TUI cruise ship. The dimensions are really impressive, even frightening. When we arrived at our marina in Sitimare, we were given a nice spot and very friendly help with mooring. We spent the rest of the day tidying up and relaxing. Only in the early evening, after it had cooled down a bit, did we go into town for the first time. I was immediately fascinated by Palermo. We booked a 3-hour city tour for the next day and it was great. Our guide was like a walking history book and told us lots of legends and anecdotes about the various squares and churches. Palermo has a fascinating history and we can only recommend a visit to anyone.

We even extended our stay here for another night, quite against our custom, so that we could visit the market again tomorrow to do some shopping, which we did today during our guided tour. We also have to fit a new diesel filter, which we will get tomorrow, so hopefully the engine problems will be history.