31-01-2025 – Der Atlantik
31-01-2025 – Der Atlantik

31-01-2025 – Der Atlantik

Nun ist es also endlich soweit und wir lösen am Freitag Früh um 9.00 die Leinen und legen in La Linea ab. Das erste Maleur passiert mir natürlich gleich beim Leinen lösen! Bei der luvseitigen Heckleine habe ich vergessen den Bunsch aufzumachen, an alles hab ich gedacht, aber das ist mir durchgerutscht, vor allem da ich normalerweise die Enden der Festmacher nicht aufschieße, damit genau das nicht passiert. Aber zu spät, ich ziehe durch und in dem Moment wo mein Gehirn registriert was meine Augen längst schon erkannt haben hängen wir fest. Mir bleibt nur das andere Ende der Leine zu lösen und möglichst weit weg zu werfen damit es nicht noch in die Schraube kommt. Die Leine verbleibt am Anleger in La Linea. Gott sei Dank war es eh eine alte und schon etwas angescheuert. Super denke ich, das geht ja gut los. So beginnen wir unseren Weg durch die Strasse von Gibraltar. Gestern haben wir noch ausgiebig unsere Route berechnet unter Einbeziehung der Tiden und Strömungsdaten, um den besten Abfahrtszeitpunkt für die Durchfahrt zu definieren. Tut man dies nicht, kann es einem leicht passieren, dass man mit bis zu 3.5kn Gegenstrom zu kämpfen hat, wenn dann noch Wind von vorne dazu kommt ist es meist ein hoffnungsloses Unterfangen und man landet im besten Fall in Ceuta auf der afrikanischen Seite bis die Bedingungen wieder besser passen. Noch dazu ist die Strasse von Gibraltar stark befahren von Speedfähren und allen Arten der Berufsschiffahrt. Eine spannende Angelegenheit. Dank unserer Berechnungen sind wir super durchgekommen und erreichen unsere definierten Punkte bei Tarifa und unterhalb von Barbate in Time und haben meist den Strom mit uns.

Tag 1 Freitag 17:00 Atlantik

Wir sind da, das Mittelmeer liegt nun hinter uns und der Atlantik vor uns. Lanzarote wir kommen. Die Überfahrt wird voraussichtlich 5 Tage dauern. Wir bekommen den ersten Wind und setzen alle Segel. Und unsere alte Lady kann wenn sie will (bei genug Wind 😉). Mit 7kn ziehen wir dahin. Die Wellen sind deutlich höher als alles was ich bisher erlebt habe und langezogen, daher eigentlich nicht unangenehm, trotzdem schaukelt das Boot ziemlich. Um 18:00 zur Vorbereitung auf die Nacht wird das Großsegel gerefft um dies nicht Nachts im Dunkeln machen zu müssen, falls der Wind auffrischt. Danach muss Franz kurz verarztet werden, ein kleiner Kratzer am Finger, aber es blutet ja immer gleich wie amputiert. Nachdem ich den erste Hilfe Koffer unten aus dem Schrank geholt habe ist mir plötzlich nicht mehr so gut. Wahrscheinlich Hunger denke ich. Also gibt es Chilli (sin Carne, Franz und Soja Granulat werden keine Freunde mehr 🤣). Danach geht es besser, dachte ich zumindest und mach den Abwasch und begebe mich in Richtung Kabine. Kurz danach habe ich doch mein Abendessen mit Neptun geteilt und bin etwas zittrig ins Bett gefallen. 3 Stunden später ist die Nacht dann vorerst auch schon wieder um und meine Wache beginnt. Aber es geht mir besser. Franz hat in der Zwischenzeit schon Besan und Genua geborgen und nun, da ich da bin, geht er raus aufs Vorschiff um auch das Großsegel zu bergen, der Wind ist mal wieder eingeschlafen. Es gibt eine feste Vereinbarung zwischen uns „Keiner geht allein aufs Vorschiff“ der andere muss immer im Deckshaus sein oder mit draussen. Notfalls muss der andere auch geweckt werden. Ausserdem gilt Rettungswestenpflicht und Einhängen in das Streckband. Während meiner Wache gibt es jede Menge Fischer zu berücksichtigen. Diese sind unter Motor natürlich auch leichter zu umfahren. Trotzdem muss man sehr aufmerksam sein, da sie nicht einen bestimmten Kurs fahren, wie Tanker und Frachter, sondern kreuz und quer, wie es eben ihre Arbeit erfordert. Zumindest haben hier fast alle AIS und sind auch korrekt beleuchtet, so das man sie gut erkennt und den Kurs entsprechend anpassen kann. Mit einem Fischer habe ich dann sogar Funkkontakt. Diesem bin ich wohl zu nah, obwohl ich eigentlich sicher bin, genug Abstand zu haben. Aber sei’s drum. Also ändere ich meinen Kurs entsprechend. Auch eine neue Erfahrung, das Funken. Der Rest der Nacht verläuft ereignislos. Wir wechseln alle 3.5 Stunden. Allerdings schläft Franz schlecht bis nicht, es ist doch recht laut im Boot, vor allem wenn man auf dem Autopiloten schläft. Und es schaukelt immer wieder stark wenn uns eine seitliche Welle erwischt.

Tag 2 Samstag (Etmal 120nm)

Wir beginnen den Tag reichlich unausgeschlafen und mit wenig Wind, also setzen wir nur die Genua zum Motor dazu, das spart zumindest Diesel. In Almerimar habe ich mir eine Hochsee Angel gekauft und träume seitdem von dem Thunfisch den ich unbedingt fangen will. Also mache ich alles fertig und werfe den Köder ins Wasser. Mit 50m Leine wird dieser nun hinterher geschleppt und vielleicht haben wir ja Glück. Anschließend putze ich noch die Fenster unseres Deckshauses, vor lauter Salz sieht man dort kaum noch durch. Und dann ist schon wieder Zeit fürs Mittagessen. Wir haben noch Chilli 😂. Irgendwie vergeht die Zeit auf dem Boot wie im Flug, obwohl garnicht viel los ist. Nachdem Mittagessen können wir den Motor ausmachen und segeln nur mit Genua. Dafür schmeissen wir jetzt den Generator an und laden unsere Batterien wieder voll. Und so vergeht  auch der Nachmittag. Kurz vor dem Abendessen haben wir dann noch eine kleine Auseinandersetzung, Schlafmangel und das Geschaukel machen doch etwas mürbe. Aber solange man immer wieder zu liebevoll zurückkehren kann ist alles gut. Leider ist heute noch nichts aus dem Fisch geworden und wir greifen auf unsere Vorräte zurück. Nach dem Abendessen entscheiden wir unsere Wacheinteilung zu ändern. Das heißt ich übernehme die erste Wache obwohl ich sonst zuerst schlafe, aber Franz ist inzwischen so übernächtig, dass ich wirklich hoffe er kann schlafen. Schlafmangel wirkt sich auf dem Schiff nochmal deutlich mehr aus als am Land, finde ich. Meine Wache ist unspektakulär, mal muss ich einem Frachter ausweichen, ansonsten kann ich die meiste Zeit lesen oder draussen stehen und den gigantischen Sternenhimmel bewundern. Unglaublich wie schön die Sterne sind ohne die ganze Lichtverschmutzung der Städte. Als Franz mich ablöst hat er zumindest etwas geschlafen und die Welt sieht schon wieder anders aus, bis uns ein Geräusch am Autopiloten aufhorchen lässt. Franz schaut nach und stellt fest, dass sich eine Schraube gelöst hat. Wenn wir nicht in der Nacht beidrehen wollen um das Problem zu fixieren, bleibt uns nur so weiter zu fahren bis es hell wird. Im Dunkeln von Hand zu steuern trau ich mir dann doch nicht zu. Franz sieht auch keine Gefahr von Folgeschäden wenn wir noch weiterfahren bis es hell ist.

Tag 3 Sonntag (Etmal 130nm)

Am nächsten Morgen ist es grau und regnerisch auf dem Atlantik und die Kaffeekanne schaukelt bedenklich auf unserem Ofen, obwohl katanisch aufgehängt, aber es geht alles gut. Erst beim Eingießen in die Tassen verfehle ich Dank einer Welle das Ziel und der erste Schwung Kaffee geht über den Tisch. So ist das eben. „Aufstehen, Krönchen richten und Weiter“ 😜 Zum Glück war noch genug Kaffee in der Kanne, das wäre die wirkliche Katastrophe gewesen. Ich beginne mit der Hand zu steuern  und nach einer Weile habe ich es ganz gut raus und Franz kann die Schraube am Autopiloten vorerst fixieren. So geht der Tag dahin. Die Segel bleiben unten und der Motor läuft. Wir versuchen etwas Schlaf nachzuholen und gehen es eher ruhig an. Ausserdem warten wir auf den angesagten Downwind (Wind von schräg hinten). Am Nachmittag klart es dann auf und sogar die Sonne kommt raus und endlich kommt auch der Wind in einer vernünftigen Stärke. Wir baumen die Genua aus, setzen das Besansegel und Amber nimmt Geschwindigkeit auf. Das klappt wirklich super. Wir haben 14-20kn Wind und ziehen so dahin. Nach dem Abendessen werden noch die Segel für die Nacht gerefft, da wir stärkere Böen erwarten und für mich geht es ab in die Koje. Und by the way ich war nicht mehr seekrank in der Zwischenzeit 💪😀.

Tag 4 Montag (Etmal 130nm)

Und weiter gehts mit ausgebaumter Genua, wir nähern uns mit großen Schritten Lanzarote. Das Wetter ist inzwischen auch wieder besser, sonnig und warm. An diesem Tag gibt es keine besonderen Vorkommnisse. Wir genießen das Segeln und freuen uns aber auch schon auf den nächsten Landgang.

Tag 5 Dienstag (Etmal 150nm)

Soeben hat uns die Marina in Arrecife mitgeteilt das sie für ein Boot unserer Größe leider keinen Platz frei haben 😡, jedes Mal das gleiche Spiel. Nun geht die Suche nach einem alternativen Platz wieder los. Ankern ist vor Vulkaninseln kaum möglich da zu tief. Oder vielleicht machen wir es wie in Almerimar, wir rufen an und teilen mit das wir ein technisches Problem haben (stimmt ja auch, der Autopilot braucht eine neue Schraube). Mal sehen.

Nachdem sich nicht wirklich eine passende Alternative aufgetan hat, rufen wir in Arrecife an und siehe da, es gibt einen Platz für uns. Immer muss man erst die grossen Geschütze auffahren 🤨. Wie gross das Geschütz dann am Ende wirklich war, sollten wir noch erfahren.

Die verbleibenden 70nm segeln wir gemütlich Ri Marina, das Wetter ist sonnig und die Laune gut. C.a. 1h vor Erreichen unseres Endziels beginnen wir mit den nötigen Vorbereitungen und starten den Motor. D.h. wir versuchen den Motor zu starten allerdings können wir ihn nicht zum Anspringen überreden. Zuerst ungläubiges Erstaunen, dann beginnendes Entsetzen. Franz geht in den Motorraum und hofft noch die Lösung schnell zu finden. Leider ein Irrtum, was wir zu diesem Zeitpunkt sagen können ist das der Strom zum Starten nicht ausreicht. Leider lässt sich die Batterie aber weder entsprechend aufladen noch irgendwie anders überbrücken. Fakt ist wir haben keinen Motor und kommen so nicht in die Marina, außerdem wird es dunkel. Da uns der Wind mit über 20kn weiterschiebt drehen wir erstmal bei. Die Diskussion was nun zu tun ist fällt diesmal kurz aus. Auch wenn es Franz absolut gegen den Strich geht, setze ich mich durch, dass wir die Küstenwache rufen und uns in die Marina schleppen lassen. Gesagt getan, die Kommunikation ist etwas zäh aber am Ende erhalten wir die Bestätigung dass ein Boot direkt aus dem Hafen geschickt wird. 30 min später sind sie da. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, wie das Schleppboot sich bei über 20kn und 2m Welle an uns heran schiebt um Leinen über zu werfen. Ich bin im Deckshaus am Steuer und Franz ist draussen am Vordeck und bringt die Schleppleine an. Diese Truppe ist wirklich hochprofessionell. Dann werden wir zurück in den Hafen geschleppt. Im Vorhafen nimmt uns dass Schleppboot längsseits und bugsiert uns seitlich an den Anleger. Es dauert dann noch eine Weile bis alle Leinen sortiert und wieder dort sind wo sie hingehören. Dann liegen wir Gott sei Dank sicher festgemacht. Anschließend wird noch das bürokratische geregelt und dann verabschiedet sich das Schleppboot auch schon. Was für ein Abenteuer. 😀. Da wir beide noch voll Adrenalin sind genehmigen wir uns einen Anlegerschluck und fallen dann in die Koje.

Tag 6 Mittwoch 

Leider sucht mich am frühen Morgen neben wirren Träumen auch eine fiese Migräne heim und ich finde erst gegen 14:00 aus dem Bett. 

Den Rest des Tages lassen wir ruhig und entspannt dahin gehen. Heutige Highlights sind der Besuch des Elektrikers in der Früh (hab ich verschlafen) der auch der Meinung ist dass die Motorbatterie den Geist aufgegeben hat. Und eine Dusche am Nachmittag.

Was uns sonst noch so alles in Lanzarote erwartet gibt es dann in unserem nächsten Bericht.

So now the time has finally come and we will be casting off at 9 a.m. on Friday morning in La Linea. Of course, the first mishap happens to me when I am loosening the lines! I forgot to open the bungee on the windward stern line, I thought of everything, but that slipped my mind, especially since I usually don’t shoot the ends of the mooring lines so that exactly this doesn’t happen. But it’s too late, I go through with it and the moment my brain registers what my eyes have already seen, we are stuck. All I can do is loosen the other end of the line and throw it as far away as possible so that it doesn’t get caught in the screw. The line remains on the jetty in La Linea. Thank God it was an old one and already a bit frayed. Great, I think, that’s a good start. So we begin our journey through the Strait of Gibraltar. Yesterday we calculated our route extensively, taking into account the tides and currents, to define the best time to leave. If you don’t, you may easily end up struggling against a countercurrent of up to 3.5 knots. If the wind is also coming from the front, it is usually a hopeless undertaking and you end up in Ceuta on the African side at best, until the conditions are more favorable again. On top of that, the Strait of Gibraltar is very busy with fast ferries and all kinds of commercial shipping. An exciting affair. Thanks to our calculations, we made it through great and reached our defined points at Tarifa and below Barbate in time and usually had the current with us.

Day 1 Friday 17:00 Atlantic

We are here, the Mediterranean Sea is now behind us and the Atlantic Ocean in front of us. Lanzarote here we come. The crossing is expected to take 5 days. We get the first wind and set all sails. And our old lady can when she wants (with enough wind 😉). With 7 knots we move along. The waves are much higher than anything I’ve ever seen and long drawn out, so not uncomfortable, but the boat rocks quite a bit. At 18:00 in preparation for the night, the mainsail is reefed to avoid having to do it at night in the dark if the wind picks up. After that, Franz has to be treated briefly for a small scratch on his finger, but it always bleeds the same as if it were amputated. After I get the first aid kit out of the cupboard downstairs, I suddenly feel a bit queasy. Probably hunger, I think. So there is chilli (sin carne, Franz and soy granules will no longer be friends 🤣). After that, I feel better, at least I thought so, and I do the dishes and head towards the cabin. Shortly after that, I shared my dinner with Neptune and fell into bed a little shakily. 3 hours later, the night is over for the time being and my watch begins. But I feel better. In the meantime, Franz has already taken in the mizzen and genoa and now that I’m here, he’s going out to the foredeck to take in the mainsail as well, the wind has died down again. We have a strict agreement between us: “Neither of us goes to the foredeck alone”; the other must always be in the deckhouse or outside. If necessary, the other must also be woken up. In addition, life jackets must be worn and hooked into the strap. During my watch, there are lots of fishermen to watch out for. Of course, they are easier to avoid when under engine power. Nevertheless, you have to be very attentive, because they don’t follow a specific course like tankers and freighters, but criss-cross, as their work requires. At least almost all of them have AIS and are also properly lit, so you can see them well and adjust your course accordingly. I even had radio contact with a fisherman. I was probably too close to him, although I’m sure I had enough distance. But so be it. So I change my course accordingly. Radioing is also a new experience. The rest of the night is uneventful. We change every 3.5 hours. However, Franz sleeps badly, or rather does not sleep at all, because it is quite noisy in the boat, especially when you sleep on the autopilot. And it rocks heavily again and again when a wave hits us from the side.

Day 2 Saturday (distance covered 120nm)

We start the day looking a bit tired and with little wind, so we only set the genoa to the engine, which at least saves diesel. In Almerimar I bought a deep-sea fishing rod and have been dreaming of the tuna that I really want to catch ever since. So I get everything ready and throw the bait into the water. With 50m of line, it is now dragged behind us and maybe we will be lucky. Then I clean the windows of our deck house, you can hardly see through them because of all the salt. And then it’s time for lunch again. We still have chilli 😂. Somehow the time on the boat flies by, even though there is not much going on. After lunch we can turn off the engine and sail with only the genoa. We now turn on the generator and fully recharge our batteries. And so the afternoon passes. Shortly before dinner we have a little argument, lack of sleep and the rocking are getting to us a bit. But as long as you can always return to loving each other, everything is fine. Unfortunately, we still haven’t done anything with the fish today, so we’re falling back on our supplies. After dinner, we decide to change our watch schedule. That means I’ll take the first watch, even though I’m usually the first to fall asleep. But Franz is so tired these days that I really hope he can sleep. Lack of sleep affects you a lot more on a ship than on land, I think. My watch is uneventful, apart from having to avoid a freighter, and I spend most of the time reading or standing outside admiring the gigantic starry sky. It’s incredible how beautiful the stars are without all the light pollution from the cities. When Franz relieves me, he has at least had a little sleep and the world looks different again, until a noise on the autopilot makes us sit up. Franz checks it out and finds that a screw has come loose. If we don’t want to turn around during the night to fix the problem, we just have to keep going until it gets light. I don’t dare to steer by hand in the dark. Franz also doesn’t see any danger of consequential damage if we keep going until it gets light.

Day 3 Sunday (distance covered 130nm)

The next morning it is gray and rainy on the Atlantic and the coffee pot is rocking precariously on our stove, although it is suspended in a catatonic way, but everything is fine. Only when pouring into the cups do I miss the target thanks to a wave and the first gulp of coffee goes over the table. That’s just how it is. “Get up, fix your crown and move on” 😜 Fortunately, there was still enough coffee in the pot, that would have been the real disaster. I start to steer by hand and after a while I have it quite well under control and Franz can fix the screw on the autopilot for the time being. So the day goes by. The sails remain down and the engine is running. We try to catch up on some sleep and take it easy. We are also waiting for the forecasted downwind (wind from behind). In the afternoon it clears up and even the sun comes out and finally the wind picks up to a reasonable strength. We take the genoa off, set the mizzen sail and Amber picks up speed. It works really well. We have 14-20 knots of wind and are pulling along. After dinner, the sails are reefed for the night because we expect stronger gusts, and I head for my bunk. And by the way, I haven’t been seasick again in the meantime 💪😀.

Day 4 Monday (distance covered: 130 nm)

And on we go with the genoa unfurled, we are getting closer to Lanzarote in leaps and bounds. The weather has also improved again, sunny and warm. There are no special events on this day. We enjoy sailing and are also looking forward to the next shore leave.

Day 5 Tuesday (Distance covered: 150 nm)

The marina in Arrecife has just informed us that unfortunately they do not have any space for a boat of our size 😡, it’s the same story every time. Now the search for an alternative place starts again. Anchoring is hardly possible off the volcanic islands because it is too deep. Or maybe we’ll do it like in Almerimar, we’ll call and say that we have a technical problem (which is true, the autopilot needs a new screw). We’ll see.

Since no suitable alternative has really presented itself, we call Arrecife and lo and behold, there is a place for us. You always have to bring out the big guns first 🤨. We were yet to find out how big the gun really was in the end.

We sail the remaining 70nm comfortably to Ri Marina, the weather is sunny and our mood is good. About an hour before we reach our final destination, we start the engine. That is, we try to start the engine but we can’t persuade it to start. First disbelief, then horror. Franz goes into the engine compartment, still hoping to find a quick solution. Unfortunately, all we can say at this point is that there is not enough power to start the engine. Unfortunately, the battery cannot be charged or bridged in any other way. The fact is that we don’t have an engine and can’t get to the marina, and it’s getting dark. Since the wind is still pushing us at over 20 knots, we’ll turn first. The discussion about what to do now is brief this time. Even though it goes completely against Franz’s grain, I insist that we call the coast guard and have ourselves towed to the marina. No sooner said than done, communication is a bit tough but in the end we get confirmation that a boat is being sent directly from the harbor. 30 minutes later they arrive. It is very impressive to see how the tugboat pushes up to us at over 20 knots and 2m waves to throw lines over. I am at the helm in the deckhouse and Franz is outside on the foredeck attaching the towing line. This team is really highly professional. Then we are towed back into the harbor. In the outer harbor, the tugboat takes us alongside and maneuvers us sideways to the dock. It then takes a while for all the lines to be sorted and back where they belong. Then we are safely moored, thank God. After that, the bureaucratic formalities are taken care of and then the tugboat says goodbye. What an adventure. 😀 Since we are both still full of adrenaline, we have a drink and then fall into our berths.

Day 6 Wednesday

Unfortunately, in addition to strange dreams, a nasty migraine also haunts me in the early morning and I don’t get out of bed until around 2:00 p.m.

We let the rest of the day pass quietly and relaxed. Today’s highlights are the visit of the electrician in the morning (which I overslept) who also thinks that the engine battery has given up the ghost. And a shower in the afternoon.

What else awaits us in Lanzarote will be the subject of our next report.