25-01-2025 – Was Lange währt wird endlich gut
25-01-2025 – Was Lange währt wird endlich gut

25-01-2025 – Was Lange währt wird endlich gut

Wir sind ja vor Silvester nach Duquesa in die Marina gefahren um den Ursprung des nervigen Geräusches zu finden und zu beseitigen. 3 Wochen und eine neue Welle später (die alte Welle war tatsächlich verbogen und musste deswegen getauscht werden) werden wir endlich wieder gekrant und sind voller Hoffnung, dass wir auf der der anstehenden Probefahrt kein Geräusch mehr hören werden. Im Wasser bleiben wir erst noch etwas in den Kranschlaufen hängen um zu überprüfen ob auch alles dicht ist. Kurz drauf geht es los und unser Mechaniker Rob ist auch mit von der Partie. Aus der Marina hinaus ist alles prima und wir sind happy. Draußen geben wir etwas mehr Gas und…… das Geräusch ist wieder da. Uns allen Dreien fällt das Lächeln aus dem Gesicht. Das darf doch einfach nicht wahr sein. Rob versucht sein Möglichstes und justiert nach wo immer es Sinn macht, während wir 2 Stunden vor der Küste auf und ab fahren. Aber es hilft alles nichts, das Geräusch verschwindet nicht. Was also tun, allmählich gehen uns die Ideen aus. Und dann erinnern wir uns, dass uns ein guter Freund den Tip gegeben hatte, uns das Antifouling auf unserem Propeller anzuschauen. Wir hatten dies zuerst nicht in Betracht gezogen, da ja schon immer Antifouling drauf war, was zwar meist nicht gut gehalten hat, aber „prop singing“ hatten wir noch nie. Plötzlich erschien uns dieser Hinweis aber als letzter Strohhalm. Also am nächsten Tag wieder raus aus dem Wasser und nach eingehender Begutachtung und Überlegungen (der arme Rob hat noch die halbe Nacht Papers über dieses Phänomen gelesen, Danke Rob), kamen wir Alle zu dem Schluss, dass es wohl an dem neuen silikonhaltigen Antifouling liegt, dass wir dieses Mal haben auftragen lassen und dass viel besser hält. Zum Phänomen Propeller Singen findet man bei Google folgendes:

„Man geht davon aus, dass die Ablösung der Strömung an den Flügelaustrittskanten periodisch von der Druck- und der Saugseite erfolgt. Die dabei erregten Wechselkräfte am Flügel verursachen Schwingungen und sind verantwortlich für das unangenehme „Singen“ des Propellers.“

Ich gebe es offen zu, dass hatte ich vorher noch nie gehört. Auch für die Anderen war der Sachverhalt spannend. Zumal sogar der Hersteller des Antifoulings den Hinweis gibt, dass es bei unsachgemäßer Anwendung zum „Prop Singing“ kommen kann. Was sagt uns das nun? Na ja, dass die Marina in der wir es haben machen lassen wohl etwas schlampig war. Kurz um, das Zeug kam wieder runter und alles war gut 👏💪❤️.Nun fahren wir zwar mit ungeschütztem Propeller aber dafür ohne Geräusch. Nachdem die Wettervorhersage für Samstag gute Bedingungen für eine Überfahrt nach La Linea annehmen ließ und wir eh aus unserem Quartier raus mussten beschlossen wir, gleich loszufahren. Natürlich nicht ohne am Freitag noch gebührend mit Rob unseren Erfolg bei ein paar Glässchen Wein zu feiern. Heute ging’s dann los und wer hätte es gedacht, dass Wetter war zwar eher bewölkt und regnerisch, aber wir hatten Segelwind und konnten mit Vollzeug fast sieben Knoten segeln. Sooooo schön, nach unserer Landpartie. So erreichten wir bester Laune Gibraltar, wo noch Tanken auf dem Plan stand. Pünktlich zum Anlegemanöver kam dann auch nochmal Regen und Wind und wir waren froh, dass die Marina im spanischen Teil nur noch um die Ecke war. Dort angekommen lagen wir dann ewig am Welcome-Steg, was für eine Erfindung. Manchmal denke ich mir, das gibt es nur damit die Segler sich nicht langweilen und ein bisschen das Anlegen üben. Nachdem sich die Herren Marineros endlich bequemt haben uns, wie angekündigt, abzuholen und zu unserem Platz zu begleiten, konnten wir final anlegen. Es zahlt sich nämlich nicht aus mit dem Plan und der Box Nummer, die man erhalten hat schon mal allein loszufahren und anzulegen. Wir hatten beispielsweise Box 5 auf dem Plan, anlegen durften wir dann auf 13. Das Warten zahlt sich also in der Regel aus ;-)). Als nächstes mussten wir eine zweite Mooring reklamieren. In Spanien ist es weit verbreitet dass man nur eine bekommt. Manchmal bekommt man eine die aber aus zwei besteht, so dass man sie dann auf beiden Seiten am Bug befestigen kann. Aber hier war es eben nur eine und da wir die nächsten Tage stärkeren Wind erwarten (in Böen bis 40 Knoten) ist uns das zu wenig. Schlussendlich hat aber alles gepasst und wir haben uns ein Anlegerbier gegönnt und später den Abend ruhig ausklingen lassen, wir waren auch rechtschaffen müde. Ich denke ich spreche für uns beide wenn ich sage, dass wir es sehr genießen wieder auf dem Boot zu sein. Ich für meinen Teil schlafe hier auch am besten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Amber uns sanft in den Schlaf schaukelt ;-). Nach einem gemütlichen Frühstück, Franz ist extra zum Bäcker geradelt, gibt es heute wie immer „Boatwork“ (Sonntag! Was ist ein Sonntag? ;-)). Das Boot muss geputzt, die Wasserpumpe gewechselt und unsere Festmacherleinen optimiert werden, damit wir für den stärkeren Wind gut gerüstet sind. Ob wir heute noch einen Ausflug nach La Linea schaffen weiß ich nicht, aber das ist auch nicht schlimm da wir eh bis kommenden Freitag hier sind. Das nächste Update gibt es dann, wenn wir etwas über unsere Umgebung zu berichten haben.

We went to the marina in Duquesa before New Year’s Eve to find the source of the annoying noise and fix it. Three weeks and one new shaft later (the old shaft was actually bent and had to be replaced because of that), we are finally being craned again and are hopeful that we won’t hear the noise again on the upcoming test drive. Once in the water, we get stuck in the crane slings a few times to check that everything is tight. Shortly after, we set off with our mechanic Rob in tow. Everything is fine as we leave the marina and we are happy. Outside we accelerate a bit and… the noise is back. The smiles fall off our faces. This can’t be happening. Rob tries his best and adjusts wherever it makes sense while we spend two hours up and down off the coast. But nothing helps, the noise doesn’t go away. What to do, we are running out of ideas. And then we remember that a good friend had given us the tip to look at the anti-fouling on our propeller. We hadn’t considered this at first, because there has always been anti-fouling on it, which usually didn’t hold well, but we’ve never had “prop singing”. Suddenly, however, this tip seemed like the last straw. So the next day we got out of the water again and after a thorough inspection and deliberation (poor Rob spent half the night reading papers about this phenomenon, thanks Rob), we all came to the conclusion that it was probably the new silicone-based antifouling that we had applied this time and that it was holding much better. The following can be found on the phenomenon of propeller singing on Google:

“It is assumed that the flow separation at the wing trailing edges occurs periodically from the pressure and suction sides. The alternating forces excited on the wing cause vibrations and are responsible for the unpleasant “singing” of the propeller.”

I openly admit that I had never heard of this before. The facts were also exciting for the others. Especially since the manufacturer of the anti-fouling even indicates that improper application can lead to “prop singing”. What does that tell us? Well, that the marina where we had it done was probably a bit sloppy. In short, the stuff came off again and everything was fine 👏💪❤️. Now we are sailing with an unprotected propeller but without noise. Since the weather forecast for Saturday indicated good conditions for a crossing to La Linea and we had to leave our accommodation anyway, we decided to leave immediately. Of course not without celebrating our success with Rob with a few glasses of wine on Friday. Today we set off and who would have thought it, the weather was rather cloudy and rainy, but we had sailing wind and could sail almost seven knots with full sails. Sooooo nice, after our trip to the mainland. So we reached Gibraltar in high spirits, where refueling was still on the agenda. Just in time for the docking maneuver, the rain and wind returned and we were glad that the marina in the Spanish part was just around the corner. Once there, we waited forever at the Welcome-Steg, what an invention. Sometimes I think it’s only there so that sailors don’t get bored and practice docking a bit. After the gentlemen marineros finally agreed to pick us up and accompany us to our place, as announced, we were finally able to moor. It doesn’t pay to go out on your own with the plan and the box number you have received. For example, we had box 5 on the plan, but we were then allowed to moor at 13. So waiting usually pays off ;-)). Next, we had to complain about a second mooring. In Spain, it is common that you only get one. Sometimes you get one that consists of two, so that you can then attach them to both sides of the bow. But here it was just one and since we expect stronger winds in the next few days (gusts up to 40 knots), that’s not enough for us. In the end, however, everything was fine and we treated ourselves to a beer and later let the evening fade away quietly, we were also quite tired. I think I speak for both of us when I say that we really enjoy being back on the boat. I sleep best here, too. That’s probably because Amber gently rocks us to sleep ;-). After a leisurely breakfast, which Franz specially cycled to the bakery for, today is, as always, “Boatwork” (Sunday! What’s a Sunday? ;-)). The boat needs to be cleaned, the water pump needs to be changed and our mooring lines need to be optimized so that we are well prepared for the stronger winds. I don’t know if we’ll make it to La Linea today, but that’s not a problem since we’re here until next Friday anyway. The next update will be posted when we have something to report about our surroundings.