21-06-2026 – Circumnavigation Part II
21-06-2026 – Circumnavigation Part II

21-06-2026 – Circumnavigation Part II

Viele von Euch werden sich wahrscheinlich schon gewundert haben, dass es so ruhig um uns geworden ist. Keine Angst, wir sind noch immer unterwegs und im zweiten Teil unserer Reise erwarten uns hoffentlich auch wieder viele aussergewöhnliche und spannende Abenteuer, an denen wir Euch gerne teilhaben lassen. In den letzten Wochen nachdem wir Puerto Montt erreicht haben, haben wir neben unserer Heimat auch der Atacama Wüste einen Besuch abgestattet. In Puerto Montt regnet es so viel im Herbst und Winter, dass uns irgendwann der Sinn sehr nach Sonne und Trockenheit steht. So reift der Plan, noch einen Ausflug innerhalb Chiles zu unternehmen bevor es zurück nach Wien geht. Entsprechende Flüge und eine Unterkunft in San Pedro de Atacama sind schnell gefunden und so landen wir am 5.Mai in Calama auf 2500m über Meeresniveau (es soll aber noch höher hinauf gehen). Von dort geht es mit dem Leihwagen nach San Pedro. Unsere Unterkunft liegt am Ortsrand und bietet einen atemberaubenden Blick auf den Vulkan Licancabur. Die Atacama Wüste ist die trockenste Wüste der Welt. Trotzdem gibt es dort Planzenwachstum und grüne Oasen, was darauf schließen lässt, dass es unterirdisch durchaus Wasserläufe geben muss. Darüberhinaus ist die Atacama Wüste sehr vielfältig. Nicht nur Sand, sondern auch Fels – und Salzwüste. Auch der Artenreichtum der Fauna ist beeindruckend. Neben Alpakas und ihren wilden Verwandten den Vacunas, haben wir Laufvögel aus der Familie der Strausse gesehen und sogar Flamingos. Während unseres Aufenthaltes besuchen wir das Reserva Nacional de Flamencos mit seinen wilden Eseln, den Salzsee Salar de Talar auf fast 4000m Höhe (hier merkt man schon deutlich die dünne Luft), die Höhlenmalereien der Yerbas Buenas Petroglyhs, die Regenbogenberge und die Gysire von El Tatio auf über 4300m. Landschaftlich atemberaubend und ein wirkliches Wunderwerk der Natur. Natürlich haben wir uns auch San Pedro angeschaut, ein nettes Wüstendorf, allerdings sehr kommerziell und recht teuer, voll mit Backpackern. Ein besonderes Highlight unseres 4-tägigen Aufenthaltes ist aber unser Ausflug zum Sterne „kucken“. Die Atacama Wüste ist dafür bekannt, dass man dort einen unglaublichen Sternenhimmel sehen kann. Wir buchen uns eine Tour und mit Einbruch der Dunkelheit geht es los zu einem Open Air Observatorium. Dort bekommen wir eine spannende Einführung in die Sternbilder der südlichen Hemisphäre und ihrer Bedeutung. Es gibt eine Reihe von Teleskopen mit denen wir die Sterne aus der Nähe betrachten können. Fantastisch. Zudem ist gerade Perseiden Zeit und es gibt Sternschnuppen. Nach einer kulinarischen Pause gibt es zum Abschluss noch ein Photoshooting mit Milchstrasse im Hintergrund. Eine rundum gelungene Veranstaltung, wenn auch ziemlich kalt.

Unsere Zeit hier geht langsam zu Ende und wir machen uns auf, zurück nach Calama, um das Auto abzugeben und unseren Flug nach Santiago de Chile zu nehmen. Die zwei Tage dort nutzen wir für eine der kostenlosen Stadtführungen und lernen viel über Santiago, deren Bewohner und die Geschichte. Faszinierend, und die Stadt ist sehr schön, trotzdem bleibt Buenos Aires mein Favorit. Am 12.5.26 ist es dann endlich soweit, wir besteigen den Flieger Richtung Heimat. 13h Flug bis nach Frankfurt liegen vor uns und im Nachhinein kann ich sagen, sie sind wie im „Flug“ vergangen. Von Frankfurt geht es dann noch 1.5h weiter bis nach Wien. Mit Zeitverschiebung sind wir inzwischen seit 20h unterwegs und froh endlich anzukommen. Am Flughafen werden wir von einem lieben Segelfreund in Empfang genommen, der uns auch in unser Quarttier bringt, allerdings nicht, ohne auf dem Weg bei einem Würstelstand halt zu machen, für die erste Leberkässemmel seit 18 Monaten.

Netterweise dürfen wir unsere Zeit in Wien bei der Tante des Segelfreundes in der Dachwohnung verbringen, wofür wir sehr sehr dankbar sind und was uns die Möglichkeit gibt, eine der liebenswertesten und herzlichsten Menschen seit langem kennenzulernen, Tante Inge. Wundert uns nicht, dass unsere Segelfreunde genauso liebenswert und herzlich sind. Unsere Zeit in Wien ist geprägt von Terminen, Arztbesuchen und natürlich dem Treffen von Freunden. Trotzdem bleibt uns immer etwas Zeit, um mit unserer Gastgeberin beim gemeinsamen Frühstück oder Sitzen im Garten zu plaudern. Eine Herausforderung ganz anderer Art erwartet uns bei einem anderen lieben Freund, der für uns die Postanahmestelle gespielt hat. Die Anzahl der Pakete ist beeindruckend, das Auspacken ein bisschen wie Weihnachten. Zum Glück haben wir auch 4 große Taschen dazu bestellt und 4x 23kg Gepäck für den Rückflug gebucht.

Nach den 2 Wochen in Wien geht es für uns weiter nach Linz zu meiner Schwiegerfamilie und Freunden von Franz. Die Zeit hier ist kurz, trotzdem nutzen wir sie intensiv und versuchen jeden zu treffen und mit allen Zeit zu verbringen. Dann geht es weiter nach München zu meiner Familie. Franz besucht vorher noch Freunde in der Schweiz und am Bodensee bevor er nach München nachkommt. Das Treffen mit meinen Kindern ist sehr emotional und geht mir nah. Ich habe sie solange nicht gesehen. Auch meine „Schwiegereltern“ haben mir gefehlt und ich bin glücklich dass sie trotz des hohen Alters gesund und munter sind. In München vergeht die Zeit wie im Flug. Wir lernen endlich Alessia´s Freund und dessen Eltern persönlich kennen, treffen weitere Freunde und verbringen Zeit mit der Familie. Und dann ist des auch schon wieder soweit zurück nach Wien zu fahren, da am nächsten Tag unser Rückflug geht. Wieder über Frankfurt nach Santiago und dann einen Tag später nach Puerto Montt. Der Aufwand mit dem Gepäck ist garnicht so gross wie ich erwartet habe und auch beim Zoll in Santiago läuft alles glatt (Gott sei Dank, etwas geschwitzt haben wir schon als die Zöllner die Taschen geöffnet haben und anfingen zu fragen wofür das denn alles sei, natürlich auf Spanisch). So kommen wir am 8.6.26 Nachmittags bei strahlendem Sonnenschein wieder im Club Nautico Reloncavi an. Unsere Amber hat alles gut überstanden und wir sind glücklich wieder hier zu sein. In den kommenden Wochen werden wir noch einige Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten vornehmen und unsere weitere Reiseroute planen. Es bleibt spannend.

Many of you have probably been wondering why things have gotten so quiet around here. Don’t worry—we’re still on the road, and hopefully the second part of our journey will bring us many more extraordinary and exciting adventures that we’d love to share with you. In the weeks since we arrived in Puerto Montt, we’ve visited not only our hometown but also the Atacama Desert. It rains so much in Puerto Montt during the fall and winter that at some point we really start craving sunshine and dry weather. So we came up with a plan to take one more trip within Chile before heading back to Vienna. We quickly found flights and a place to stay in San Pedro de Atacama, and on May 5 we landed in Calama at 2,500 meters above sea level (though we’d be going even higher). From there, we drove to San Pedro in a rental car. Our lodging was on the outskirts of town and offered a breathtaking view of the Licancabur volcano. The Atacama Desert is the driest desert in the world. Nevertheless, there is plant life and green oases there, suggesting that there must be underground waterways. Furthermore, the Atacama Desert is incredibly diverse. It’s not just sand, but also rock—and salt flats. The biodiversity of the fauna is also impressive. In addition to alpacas and their wild relatives, the vacunas, we saw flightless birds from the ostrich family and even flamingos. During our stay, we visited the Reserva Nacional de Flamencos with its wild donkeys, the Salar de Talar salt flat at an altitude of nearly 4,000 meters (where you can already clearly feel the thin air), the cave paintings at Yerbas Buenas, the Rainbow Mountains, and the geysers of El Tatio at over 4,300 meters. The scenery is breathtaking and a true marvel of nature. Of course, we also checked out San Pedro, a charming desert village—though very commercial and quite expensive, and packed with backpackers. A special highlight of our 4-day stay, however, was our stargazing excursion. The Atacama Desert is famous for its incredible starry skies. We booked a tour, and as darkness fell, we set off for an open-air observatory. There, we received a fascinating introduction to the constellations of the southern hemisphere and their significance. There were a number of telescopes we could use to view the stars up close. Fantastic. Plus, it was Perseid season, so we saw shooting stars. After a culinary break, we wrap things up with a photo shoot with the Milky Way in the background. An all-around successful event, even if it was pretty cold.

Our time here is slowly coming to an end, and we head back to Calama to drop off the car and catch our flight to Santiago de Chile. We spend the two days there on one of the free city tours and learn a lot about Santiago, its residents, and its history. It’s fascinating, and the city is very beautiful, though Buenos Aires remains my favorite. On May 12, 2026, the time has finally come—we board the plane headed for home. A 13-hour flight to Frankfurt lies ahead of us, and looking back, I can say it flew by. From Frankfurt, it’s another 1.5 hours on to Vienna. With the time difference, we’ve been traveling for 20 hours by now and are glad to finally arrive. At the airport, we’re met by a dear sailing friend, who also takes us to our lodging—but not without stopping at a sausage stand along the way for our first Leberkässemmel in 18 months.

Kindly, we’re allowed to spend our time in Vienna at our gliding friend’s aunt’s penthouse apartment, for which we’re very, very grateful—and which gives us the chance to get to know one of the most endearing and warm-hearted people we’ve met in a long time: Aunt Inge. It comes as no surprise to us that our gliding friends are just as endearing and warm-hearted. Our time in Vienna is filled with appointments, doctor’s visits, and, of course, meeting up with friends. Still, we always have a little time left to chat with our hostess over breakfast or while sitting in the garden. A challenge of a completely different kind awaits us at the home of another dear friend who has been acting as our package pickup point. The number of packages is impressive; unpacking them feels a bit like Christmas. Luckily, we also ordered four large bags and booked four pieces of luggage at 23 kg each for our return flight.

After two weeks in Vienna, we head on to Linz to visit my in-laws and some of Franz’s friends. Our time here is short, but we make the most of it and try to meet everyone and spend time with them all. Then we continue on to Munich to see my family. Before joining me in Munich, Franz visits friends in Switzerland and at Lake Constance. Seeing my children again is very emotional and really touches me. I haven’t seen them in so long. I’ve also missed my “in-laws,” and I’m happy that, despite their advanced age, they’re healthy and lively. In Munich, time flies by. We finally get to meet Alessia’s boyfriend and his parents in person, catch up with other friends, and spend time with the family. And then it’s already time to head back to Vienna, since our return flight leaves the next day. Back via Frankfurt to Santiago, and then a day later to Puerto Montt. The hassle with the luggage isn’t nearly as bad as I expected, and everything goes smoothly at customs in Santiago too (thank goodness—we did break a sweat when the customs officers opened our bags and started asking what all that stuff was for, in Spanish, of course). So, on the afternoon of June 8, 26, we arrived back at Club Náutico Reloncavi under bright sunshine. Our Amber weathered everything well, and we’re happy to be back here. In the coming weeks, we’ll be doing some repairs and maintenance work and planning the rest of our itinerary. It’s still exciting.